Sonntag, 05.10.2008
Harald Uhlig und die Erkenntnis der eigenen Lernbedürftigkeit
Blogger, kritisieren viele, beschäftigten sich immer nur mit sich selbst. Auch dieser Eintrag beschäftigt sich mit Bloggern und dem, was sich in der vergangenen Woche zugetragen hat.
Der VWL-Professor Harald Uhlig führte bisher ein Blog für das Handelsblatt. Am vergangenen Wochenende veröffentlichte er dort einen Artikel, der grenzwertig war, möglicherweise gar rechtlich problematisch hätte werden können. Dieser Artikel wurde auf Weisung der Chefredaktion gelöscht.
Dieses Vorgehen war auf zwei Ebenen ein Fehler: Zum einen hätte der Artikel verändert werden können, zum anderen wurde nicht mit Herrn Uhlig kommuniziert.
Vielleicht wäre die Sache anders verlaufen, hätte es sich nicht um ein Wochenende gehandelt. Doch an einem Wochenende sind die Redaktionen dünner besetzt und die handelnden Personen schlechter ansprechbar.
Trotzdem: Es ist alles so gelaufen, wie es nicht laufen darf. Die Aufregung in der Blog-Szene darüber ist für mich nachvollziehbar, wenn auch manchmal ein wenig übertrieben. Wer allen Ernstes glaubt, der Verleger rufe hier wegen eines Blog-Eintrags an, hat ein etwas falsches Bild von der Größe der Verlagsgruppe Holtzbrinck und der Funktionsweise von Großkonzernen.
Die Episode beweist aber auch: Verlage müssen weiter kräftig lernen in Sachen Online-Kommunikation. Und zwar alle.
Und hier noch die Stellungnahme von unserem Chefredakteur Bernd Ziesemer und Online-Chef Sven Scheffler:
"Am vergangenen Sonntag wurde auf Veranlassung der Handelsblatt-Chefredaktion der Beitrag „Die Welt-Finanzkrise: was ist los mit Commerzbank, Dresdner Bank, UBS und Fortis?“ aus dem Handelsblatt-Blog von Harald Uhlig entfernt.
Uns ist bewusst, dass dies einen tiefgreifenden Eingriff in das Blog von Herrn Uhlig darstellt.
Grund für unsere Entscheidung war die Befürchtung, dass der Blog-Beitrag von Herrn Uhlig in der Öffentlichkeit irrtümlich nicht als die persönliche Meinung eines Wissenschaftlers, sondern als redaktioneller Beitrag des Handelsblatt wahrgenommen werden könnte und der Eindruck entsteht, das Handelsblatt rufe zu einem „Run“ auf die Commerzbank und andere Finanzhäuser auf.
In einer Situation, die ohnehin sehr fragil ist, wollten wir jedes Risiko ausschließen, durch missverständliche Äußerungen eine Panik in der deutschen Finanzindustrie zu verursachen. Dies haben wir höher bewertet als die Meinungsfreiheit unseres Bloggers.
Wir bitten Herrn Uhlig und unsere Leser dafür um Verständnis.
Bernd Ziesemer & Sven Scheffler"
Und ein Hinweis von mir: Einige Kommentare unter meinem Blog-Eintrag über das schöne Stück der Kollegin Katharina Slodcyk bezogen sich auf das Uhlig-Thema. Ich habe diese Kommentare hierhin rübergehoben, weil sie hier besser hinpassen.
Der VWL-Professor Harald Uhlig führte bisher ein Blog für das Handelsblatt. Am vergangenen Wochenende veröffentlichte er dort einen Artikel, der grenzwertig war, möglicherweise gar rechtlich problematisch hätte werden können. Dieser Artikel wurde auf Weisung der Chefredaktion gelöscht.
Dieses Vorgehen war auf zwei Ebenen ein Fehler: Zum einen hätte der Artikel verändert werden können, zum anderen wurde nicht mit Herrn Uhlig kommuniziert.
Vielleicht wäre die Sache anders verlaufen, hätte es sich nicht um ein Wochenende gehandelt. Doch an einem Wochenende sind die Redaktionen dünner besetzt und die handelnden Personen schlechter ansprechbar.
Trotzdem: Es ist alles so gelaufen, wie es nicht laufen darf. Die Aufregung in der Blog-Szene darüber ist für mich nachvollziehbar, wenn auch manchmal ein wenig übertrieben. Wer allen Ernstes glaubt, der Verleger rufe hier wegen eines Blog-Eintrags an, hat ein etwas falsches Bild von der Größe der Verlagsgruppe Holtzbrinck und der Funktionsweise von Großkonzernen.
Die Episode beweist aber auch: Verlage müssen weiter kräftig lernen in Sachen Online-Kommunikation. Und zwar alle.
Und hier noch die Stellungnahme von unserem Chefredakteur Bernd Ziesemer und Online-Chef Sven Scheffler:
"Am vergangenen Sonntag wurde auf Veranlassung der Handelsblatt-Chefredaktion der Beitrag „Die Welt-Finanzkrise: was ist los mit Commerzbank, Dresdner Bank, UBS und Fortis?“ aus dem Handelsblatt-Blog von Harald Uhlig entfernt.
Uns ist bewusst, dass dies einen tiefgreifenden Eingriff in das Blog von Herrn Uhlig darstellt.
Grund für unsere Entscheidung war die Befürchtung, dass der Blog-Beitrag von Herrn Uhlig in der Öffentlichkeit irrtümlich nicht als die persönliche Meinung eines Wissenschaftlers, sondern als redaktioneller Beitrag des Handelsblatt wahrgenommen werden könnte und der Eindruck entsteht, das Handelsblatt rufe zu einem „Run“ auf die Commerzbank und andere Finanzhäuser auf.
In einer Situation, die ohnehin sehr fragil ist, wollten wir jedes Risiko ausschließen, durch missverständliche Äußerungen eine Panik in der deutschen Finanzindustrie zu verursachen. Dies haben wir höher bewertet als die Meinungsfreiheit unseres Bloggers.
Wir bitten Herrn Uhlig und unsere Leser dafür um Verständnis.
Bernd Ziesemer & Sven Scheffler"
Und ein Hinweis von mir: Einige Kommentare unter meinem Blog-Eintrag über das schöne Stück der Kollegin Katharina Slodcyk bezogen sich auf das Uhlig-Thema. Ich habe diese Kommentare hierhin rübergehoben, weil sie hier besser hinpassen.
Kommentare und Trackbacks
Dante kommentiert:
Hallo Thomas. Vielleicht solltest Du Dich auch schon mal um einen Platz im Exil kümmern!
http://blog.handelsblatt.de/oekonomie/eintrag.php?id=40
Meinjanur.
Dante | 05.10.2008 - 12:06
mariana mayer kommentiert:
@zu : war in einem Punkt nicht akzeptabel,
Allgemeingültiges Vorgehen:
Warum wird dann nicht dieser eine Punkt gelöscht und der Rest bleibt stehen?
Allgemeingültiges Vorgehen:
Warum wird dann nicht dieser eine Punkt gelöscht und der Rest bleibt stehen?
mariana mayer | 05.10.2008 - 12:08
Otaku kommentiert:
Es bestätigt sich immer wieder : Journalisten sind Huren desjenigen der Sie zahlt. Und wenn Sie nicht kuschen gibt es was aufs Maul. So oder so....
Otaku | 05.10.2008 - 12:09
Thomas Knüwer kommentiert:
@Otaku: Normalerweise würde ich Ihren Kommentar löschen, weil er sprachlich vollkommen neben der Spur liegt. Aber dann würden Sie sicher wieder Zensur schreiben. Deshalb auf diesem Weg: Kritik ist kein Problem, bitte mildern Sie Ihren Tonfall aber ab.
Thomas Knüwer | 05.10.2008 - 12:09
Olaf Storbeck, Handelsblatt kommentiert:
Um ein bisschen mehr Klarheit in die ganze Diskussion zu bringen: Hier der in der vergangenen Woche auf Anweisung der HB-Chefredaktion gelöschte Blog-Beitrag von Harald Uhlig. Bitte beachten: Die Position ist die perönliche Meinung von Harald Uhlig, sie gibt NICHT die Meinung der Handelsblatt-Redaktion wieder!
"Die Welt-Finanzkrise: was ist los mit Commerzbank, Dresdner Bank, UBS und Fortis?
Wenn Sie ein größeres Konto bei der Commerzbank oder der von ihr geschluckten Dresdner Bank oder UBS oder Fortis haben, so sollten Sie froh sein. Denn noch können sie dort ihr Geld abheben: in aller Ruhe und ohne Schlange zu stehen. Die Einleger scheinen nämlich Nerven aus Stahl zu haben, und das ist gut so. Bisher ist ein bank run auf diese Institutionen ausgeblieben, und dabei könnte es auch bleiben.
Dabei stehen die Zeichen schon lange an der Wand. Die Dresdner Bank hat sich mit ihrem K2 Fond verspekuliert, und war schon lange das Sorgenkind der Allianz. Die Chinesen wollten die Dresdner nicht: nun hat die Commerzbank sie geschluckt. Mittelfristig sicher eine gute Idee - man kann im gemeinsamen Filialgeschäft viel sparen - aber kurzfristig ist das ein schwer verdaulicher Brocken, und die Risiken sind da. Die Aktie der Commerzbank hat seit Juli 2007 fast 60 Prozent verloren - so berichtete die FAZ am Samstag. Ich denke, der Aktienmarkt weiß schon warum. Und sollte es einen run auf die Commerzbank geben, dann ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Die Einlagensicherung des Bankenverbandes der Privatbanken ist nach dem Lehmann-Untergang so gut wie pleite. Bei einem run auf die Commerzbank (oder einer anderen, größeren Bank) ist da fast nichts mehr zu holen, wenn nicht von irgendwem nachgelegt wird. Die Einlagen wären dann futsch oder zumindest lange eingefroren. Alle Augen wären dann auf Steinbrück gerichtet - denn im Gegensatz zur Situation in den USA und England ist die Deutsche Bundesbank nicht "lender of last resort". Steinbrück wird dann aber sowieso schon alle Hände voll zu tun haben, die EU-vorgeschriebene Einlagensicherung bis 20 000 Euro zu bedienen. Und hat sich wehement gegen ähnliche bailout-Pläne wie in den USA gewehrt. Seine einzige Beruhigung der Einleger bisher war, daß das deutsche Bankensystem eben stabiler sei als das amerikanische. Finger über Kreuz halten, also. Außerdem: kann ein sozialdemokratischer Finanzminister wirklich die reicheren Einleger aus der Patsche holen? Gute Frage. Wollen Sie darauf wetten?
UBS hat seit Juli 2007 fast 70 Prozent am Aktienmarkt verloren, Fortis fast 80 Prozent. Sie haben schon lange Probleme. UBS ist in der Schweiz und Fortis in Belgien. Es sind große Banken in kleinen Ländern. Genauer: zu groß. Sollte es bei diesen Institutionen zu einem Krach kommen, ist nicht einmal klar, daß die Finanzminister dieser Länder das Problem lösen könnten, selbst wenn sie wollten. Für Fortis müsste dann eigentlich eine europäische Lösung her - aber die gibt es nicht. In einem CEPR Report, "Monitoring the European Central Bank", den ich 1998 mit verfasst habe, haben wir bereits damals das schwere Problem der rein nationalstaatlichen Bankenaufsicht und das Fehlen eines zentralen "lenders of last resort" in dem europäischen Währungsraum herausgestrichen. Viele andere haben es ebenfalls und seitdem immer wieder getan. Passiert ist seitdem zu wenig. Bundesbank Weber drängt zwar auf mehr Fortschritte auch hier, aber Steinbrück mauert. Also: geht Fortis den Bach runter, dann kann man nur noch freundlich lächelnd hinterher winken.
Vielleicht können Kenner der Szene in Kommentaren zu diesem Blog schreiben, wie es beispielsweise mit den Ausfallsrisiken und ihren Marktpreisen per credit default swaps steht: das wäre - neben dem Aktienpreis - sicherlich ein wichtiger Indikator. Zumal bei den Aktienpreisen wohl noch ein Stück weit Optimismus eingebaut ist, daß der amerikanische Rettungsplan auch diese Banken wieder aus dem Sumpf holt. Und wenn Sie schon dabei sind: welche anderen deutschen Banken wackeln derzeit noch? Wer traut sich, es auszusprechen? Wäre doch gut, wenn dieser Blog ein wenig mehr Licht in diese Situation hineinbringen könnte.
Glücklicherweise sind europäische Einleger offenbar meistenteils noch der Ansicht, die Finanzkrise ist ein reines US Problem, und ihre Einlagen in Europa sind sicher. Nerven aus Stahl: bewundernswert! Es ist sehr gut möglich - vielleicht sogar wahrscheinlich - daß die Commerzbank, die Dresdner Bank, Fortis und UBS diese Krisenzeiten unbeschadet durchstehen.
Also: vielleicht ist alles in Ordnung. Wenn Sie bei diesen Institutionen ein größeres Konto haben und darauf wetten wollen: nur zu. Ihre Gelder abzuheben und in etliche kleinere und vor allem sichere Konten umzuverteilen, oder andere Anlageformen zu suchen, ist ja auch irgendwie lästig. Kann ich gut verstehen. Oder aber Sie machen sich doch die Mühe und heben sicherheitshalber noch ab, bevor vielleicht zu viele andere auf die Idee kommen. Es ist Ihr Geld: Sie können damit machen, was Sie wollen. Noch."
"Die Welt-Finanzkrise: was ist los mit Commerzbank, Dresdner Bank, UBS und Fortis?
Wenn Sie ein größeres Konto bei der Commerzbank oder der von ihr geschluckten Dresdner Bank oder UBS oder Fortis haben, so sollten Sie froh sein. Denn noch können sie dort ihr Geld abheben: in aller Ruhe und ohne Schlange zu stehen. Die Einleger scheinen nämlich Nerven aus Stahl zu haben, und das ist gut so. Bisher ist ein bank run auf diese Institutionen ausgeblieben, und dabei könnte es auch bleiben.
Dabei stehen die Zeichen schon lange an der Wand. Die Dresdner Bank hat sich mit ihrem K2 Fond verspekuliert, und war schon lange das Sorgenkind der Allianz. Die Chinesen wollten die Dresdner nicht: nun hat die Commerzbank sie geschluckt. Mittelfristig sicher eine gute Idee - man kann im gemeinsamen Filialgeschäft viel sparen - aber kurzfristig ist das ein schwer verdaulicher Brocken, und die Risiken sind da. Die Aktie der Commerzbank hat seit Juli 2007 fast 60 Prozent verloren - so berichtete die FAZ am Samstag. Ich denke, der Aktienmarkt weiß schon warum. Und sollte es einen run auf die Commerzbank geben, dann ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Die Einlagensicherung des Bankenverbandes der Privatbanken ist nach dem Lehmann-Untergang so gut wie pleite. Bei einem run auf die Commerzbank (oder einer anderen, größeren Bank) ist da fast nichts mehr zu holen, wenn nicht von irgendwem nachgelegt wird. Die Einlagen wären dann futsch oder zumindest lange eingefroren. Alle Augen wären dann auf Steinbrück gerichtet - denn im Gegensatz zur Situation in den USA und England ist die Deutsche Bundesbank nicht "lender of last resort". Steinbrück wird dann aber sowieso schon alle Hände voll zu tun haben, die EU-vorgeschriebene Einlagensicherung bis 20 000 Euro zu bedienen. Und hat sich wehement gegen ähnliche bailout-Pläne wie in den USA gewehrt. Seine einzige Beruhigung der Einleger bisher war, daß das deutsche Bankensystem eben stabiler sei als das amerikanische. Finger über Kreuz halten, also. Außerdem: kann ein sozialdemokratischer Finanzminister wirklich die reicheren Einleger aus der Patsche holen? Gute Frage. Wollen Sie darauf wetten?
UBS hat seit Juli 2007 fast 70 Prozent am Aktienmarkt verloren, Fortis fast 80 Prozent. Sie haben schon lange Probleme. UBS ist in der Schweiz und Fortis in Belgien. Es sind große Banken in kleinen Ländern. Genauer: zu groß. Sollte es bei diesen Institutionen zu einem Krach kommen, ist nicht einmal klar, daß die Finanzminister dieser Länder das Problem lösen könnten, selbst wenn sie wollten. Für Fortis müsste dann eigentlich eine europäische Lösung her - aber die gibt es nicht. In einem CEPR Report, "Monitoring the European Central Bank", den ich 1998 mit verfasst habe, haben wir bereits damals das schwere Problem der rein nationalstaatlichen Bankenaufsicht und das Fehlen eines zentralen "lenders of last resort" in dem europäischen Währungsraum herausgestrichen. Viele andere haben es ebenfalls und seitdem immer wieder getan. Passiert ist seitdem zu wenig. Bundesbank Weber drängt zwar auf mehr Fortschritte auch hier, aber Steinbrück mauert. Also: geht Fortis den Bach runter, dann kann man nur noch freundlich lächelnd hinterher winken.
Vielleicht können Kenner der Szene in Kommentaren zu diesem Blog schreiben, wie es beispielsweise mit den Ausfallsrisiken und ihren Marktpreisen per credit default swaps steht: das wäre - neben dem Aktienpreis - sicherlich ein wichtiger Indikator. Zumal bei den Aktienpreisen wohl noch ein Stück weit Optimismus eingebaut ist, daß der amerikanische Rettungsplan auch diese Banken wieder aus dem Sumpf holt. Und wenn Sie schon dabei sind: welche anderen deutschen Banken wackeln derzeit noch? Wer traut sich, es auszusprechen? Wäre doch gut, wenn dieser Blog ein wenig mehr Licht in diese Situation hineinbringen könnte.
Glücklicherweise sind europäische Einleger offenbar meistenteils noch der Ansicht, die Finanzkrise ist ein reines US Problem, und ihre Einlagen in Europa sind sicher. Nerven aus Stahl: bewundernswert! Es ist sehr gut möglich - vielleicht sogar wahrscheinlich - daß die Commerzbank, die Dresdner Bank, Fortis und UBS diese Krisenzeiten unbeschadet durchstehen.
Also: vielleicht ist alles in Ordnung. Wenn Sie bei diesen Institutionen ein größeres Konto haben und darauf wetten wollen: nur zu. Ihre Gelder abzuheben und in etliche kleinere und vor allem sichere Konten umzuverteilen, oder andere Anlageformen zu suchen, ist ja auch irgendwie lästig. Kann ich gut verstehen. Oder aber Sie machen sich doch die Mühe und heben sicherheitshalber noch ab, bevor vielleicht zu viele andere auf die Idee kommen. Es ist Ihr Geld: Sie können damit machen, was Sie wollen. Noch."
Olaf Storbeck, Handelsblatt | 05.10.2008 - 12:27
Usul kommentiert:
Stellt sich jetzt die Frage: Warum wurde der Beitrag nicht einfach um einen klaren, meinetwegen in Fettschrift gehaltenen Hinweis ergänzt, dass dieser Eintrag nur die persönliche Meinung des Autors, nicht die offizielle Meinung des Verlags bzw. des Blattes ist?
Aber selbst dann wäre vermutlich ein bisschen was auf andere Blogs übergeschwappt, so nach dem Motto: "Guckt mal, wovon sich das Handelsblatt vorsichtshalber ausdrücklich distanziert. Das muss Sprengstoff sein." Die sicherste Bank wäre es gewesen, gar nichts zu tun, dann hätte das Thema die geringste Aufmerksamkeit erfahren. Vermutlich. Weiß man halt nie genau :) Wenn der (nicht gelöschte oder modifizierte) Beitrag stehen geblieben wäre UND es hätte Wellen geschlagen, dann hätten sich die Verantwortlichen vermutlich rechtfertigen müssen, warum sie NICHTS getan haben. Ist schon nicht einfach, dieses Online-Zeugs ...
Aber selbst dann wäre vermutlich ein bisschen was auf andere Blogs übergeschwappt, so nach dem Motto: "Guckt mal, wovon sich das Handelsblatt vorsichtshalber ausdrücklich distanziert. Das muss Sprengstoff sein." Die sicherste Bank wäre es gewesen, gar nichts zu tun, dann hätte das Thema die geringste Aufmerksamkeit erfahren. Vermutlich. Weiß man halt nie genau :) Wenn der (nicht gelöschte oder modifizierte) Beitrag stehen geblieben wäre UND es hätte Wellen geschlagen, dann hätten sich die Verantwortlichen vermutlich rechtfertigen müssen, warum sie NICHTS getan haben. Ist schon nicht einfach, dieses Online-Zeugs ...
Usul | 05.10.2008 - 13:06
Niels kommentiert:
"Stellt sich jetzt die Frage: Warum wurde der Beitrag nicht einfach um einen klaren, meinetwegen in Fettschrift gehaltenen Hinweis ergänzt, dass dieser Eintrag nur die persönliche Meinung des Autors, nicht die offizielle Meinung des Verlags bzw. des Blattes ist?"
Weil dieser ganze Disclaimer-Quatsch juristisch weitgehend ohne Bedeutung ist. Selbst wer Äußerungen nur zitiert und eindeutig als fremder Leute Inhalt kennzeichnet, kann dafür unter bestimmten Umständen haften.
Ich habe es ja drüben bei niggemeier schon geschrieben: Ich kann die Löschung nachvollziehen. Der Artikel ist fragwürdig; natürlich wäre es besser gewesen, ihn nur zu verändern und/oder vor der Löschung mit dem Autor zu kommunizieren.
Aber wenn ich inhaltlich verantwortlich wäre für eine Website, würde ich bei bestimmten Risiken auch erst löschen und dann reden.
Weil dieser ganze Disclaimer-Quatsch juristisch weitgehend ohne Bedeutung ist. Selbst wer Äußerungen nur zitiert und eindeutig als fremder Leute Inhalt kennzeichnet, kann dafür unter bestimmten Umständen haften.
Ich habe es ja drüben bei niggemeier schon geschrieben: Ich kann die Löschung nachvollziehen. Der Artikel ist fragwürdig; natürlich wäre es besser gewesen, ihn nur zu verändern und/oder vor der Löschung mit dem Autor zu kommunizieren.
Aber wenn ich inhaltlich verantwortlich wäre für eine Website, würde ich bei bestimmten Risiken auch erst löschen und dann reden.
Niels | 05.10.2008 - 13:11
Rainersacht kommentiert:
Der Punkt in deinem Beitrag, der mich am meisten interessiert: "Doch an einem Wochenende sind die Redaktionen dünner besetzt und die handelnden Personen schlechter ansprechbar."
Ist ja eigentlich unfassbar. Die Weltlage macht auch kein Wochenende, und in anderen Kulturen ist Freitag Sabat. So lange Redaktionen an Wochenenden dünner besetzt sind, so lange werden die Papiermedien keine Schnitte gegen die Kommunikation im Internet kriegen.
Mir fällt es immer schon bei RP-Online et.al. auf, dass am Samstag wenig und am Sonntag gar kein neuer Inhalt eingestellt wird. Okay, die RPler müssen ja auch alle in die Kirche, sonst gibt's Zorres von den Vorturnern; aber das Handelsblatt?
Ist ja eigentlich unfassbar. Die Weltlage macht auch kein Wochenende, und in anderen Kulturen ist Freitag Sabat. So lange Redaktionen an Wochenenden dünner besetzt sind, so lange werden die Papiermedien keine Schnitte gegen die Kommunikation im Internet kriegen.
Mir fällt es immer schon bei RP-Online et.al. auf, dass am Samstag wenig und am Sonntag gar kein neuer Inhalt eingestellt wird. Okay, die RPler müssen ja auch alle in die Kirche, sonst gibt's Zorres von den Vorturnern; aber das Handelsblatt?
Rainersacht | 05.10.2008 - 13:24
Niels kommentiert:
"Die Weltlage macht auch kein Wochenende"
Doch, natürlich macht sie das.
Weniger reguläre Debatten, Sitzungen, Pressekonferenzen.
Und irgendwelche Gipfelkonferenzen lassen sich schließlich im Voraus planen.
Doch, natürlich macht sie das.
Weniger reguläre Debatten, Sitzungen, Pressekonferenzen.
Und irgendwelche Gipfelkonferenzen lassen sich schließlich im Voraus planen.
Niels | 05.10.2008 - 13:26
weltherrscher kommentiert:
journalisten sollten sich halt überlegen, ob sie, wenn überhaupt, nicht eigenverantwortlich bloggen sollten.
hier beim handelsblatt wird am ende doch "voreilig und gehorsam" gelöscht.
das typische verhalten für angestellte in einem großkonzern:"..oh, wenn der chef das sieht, dann...", also schnell löschen.
was die chefredaktion hier gemacht hat, war schlichte übelste zensur.
merke: ein blog ist immer nur die meinung des blogbetreibers/schreibers und sicherlich kein naturgesetz.
was für'n unsinn!
hier beim handelsblatt wird am ende doch "voreilig und gehorsam" gelöscht.
das typische verhalten für angestellte in einem großkonzern:"..oh, wenn der chef das sieht, dann...", also schnell löschen.
was die chefredaktion hier gemacht hat, war schlichte übelste zensur.
merke: ein blog ist immer nur die meinung des blogbetreibers/schreibers und sicherlich kein naturgesetz.
was für'n unsinn!
weltherrscher | 05.10.2008 - 13:29
satyasingh kommentiert:
Je länger ein Satz, umso kompetenter der Schreiber? Könnt ihr nicht kurze und verständliche Sätze schreiben?
Wie stehts mit der,die,das Handelsblatt?
Das Handelsblatt?
"Des Handelsblatts" oder besser noch "des Handelsblattes", würde ich meinen.
Nun schreiben die Herren Chefredakteur und Online-Chef (zwei ausgewiesene Schreiberlinge) "des Handelsblatt".
Zitat:"Grund für unsere Entscheidung war die Befürchtung, dass der Blog-Beitrag von Herrn Uhlig in der Öffentlichkeit irrtümlich nicht als die persönliche Meinung eines Wissenschaftlers, sondern als redaktioneller Beitrag des Handelsblatt wahrgenommen werden könnte und der Eindruck entsteht, das Handelsblatt rufe zu einem „Run“ auf die Commerzbank und andere Finanzhäuser auf."
Das kenne ich sonst nur bei sueddeutsche.de
Wie stehts mit der,die,das Handelsblatt?
Das Handelsblatt?
"Des Handelsblatts" oder besser noch "des Handelsblattes", würde ich meinen.
Nun schreiben die Herren Chefredakteur und Online-Chef (zwei ausgewiesene Schreiberlinge) "des Handelsblatt".
Zitat:"Grund für unsere Entscheidung war die Befürchtung, dass der Blog-Beitrag von Herrn Uhlig in der Öffentlichkeit irrtümlich nicht als die persönliche Meinung eines Wissenschaftlers, sondern als redaktioneller Beitrag des Handelsblatt wahrgenommen werden könnte und der Eindruck entsteht, das Handelsblatt rufe zu einem „Run“ auf die Commerzbank und andere Finanzhäuser auf."
Das kenne ich sonst nur bei sueddeutsche.de
satyasingh | 05.10.2008 - 13:30
Karin kommentiert:
Herr Tichy, der Chefredakteur der Wirtschaftswoche hatte - wie Herr Prof. Uhlig - bereits vor einem Jahr - mehr Rückrat die Wahrheit offen auszusprechen..
Ich kann ihn zwar generell nicht ausstehen, aber in dem Punkt hat er meinen Respekt erworben, als er auch im Pressespiegel vor einem Jahr sehr deutliche und mahnende Worte fand und eigene Fehleinschätzungen zugab.
Er schreibt derzeit: "4. Misstrauen gegenüber dem Banksystem bis hin zur Paranoia zahlt sich aus."
Die Wirtschaftswoche zählt ebenfalls zur Holtzbrinck
Verlagsgruppe. Dessen Spektrum reicht weit, bis zur Saarbrücker Zeitung, die diesen Titel meiner Meinung nach zu Unrecht trägt.
Voller Verachtung, Karin
Ich kann ihn zwar generell nicht ausstehen, aber in dem Punkt hat er meinen Respekt erworben, als er auch im Pressespiegel vor einem Jahr sehr deutliche und mahnende Worte fand und eigene Fehleinschätzungen zugab.
Er schreibt derzeit: "4. Misstrauen gegenüber dem Banksystem bis hin zur Paranoia zahlt sich aus."
Die Wirtschaftswoche zählt ebenfalls zur Holtzbrinck
Verlagsgruppe. Dessen Spektrum reicht weit, bis zur Saarbrücker Zeitung, die diesen Titel meiner Meinung nach zu Unrecht trägt.
Voller Verachtung, Karin
Karin | 05.10.2008 - 13:55
Marc B. kommentiert:
Der Optimismus, von dem die Finanzbranche rund zwei Jahrzehnte lebte, war - wie wir jetzt wissen und schon lange hätten wissen müssen - zum großen Teil auf Sand gebaut. Die Bänker, die Analysten, die BWL-Professoren und natürlich auch die Wirtschaftsjournalisten haben sich in die Tasche gelogen.
Es scheint, als wäre dem Handelsblatt dieser Optmimismus nicht nur willkommen gewesen, sondern als wäre er das noch immer. Pessimismus ist aber nicht erwünscht, destruktive Kommentare werden gelöscht - sie könnten ja ein Haftungsrisiko begründen.
Glaubt die Chefredaktion des Handelsblattes auch, dass sie von Anlegern für völlig unbegründeten Optimismus der letzten Jahre haftbar gemacht werden kann? Entweder Meinungen haben Platz, dann aber auch pessimistische, oder man beschränkt sich auf Daten und Fakten. Die Entscheidung den Blogbeitrag zu löschen war falsch und destruktiv für das Ansehen des Mediums Handelsblatt.
Es scheint, als wäre dem Handelsblatt dieser Optmimismus nicht nur willkommen gewesen, sondern als wäre er das noch immer. Pessimismus ist aber nicht erwünscht, destruktive Kommentare werden gelöscht - sie könnten ja ein Haftungsrisiko begründen.
Glaubt die Chefredaktion des Handelsblattes auch, dass sie von Anlegern für völlig unbegründeten Optimismus der letzten Jahre haftbar gemacht werden kann? Entweder Meinungen haben Platz, dann aber auch pessimistische, oder man beschränkt sich auf Daten und Fakten. Die Entscheidung den Blogbeitrag zu löschen war falsch und destruktiv für das Ansehen des Mediums Handelsblatt.
Marc B. | 05.10.2008 - 14:01
Karin kommentiert:
Herr Tichy hat keine Namen genannt.
Aber so weit reicht der Spielraum einer Chefredaktion.
http://blog.wiwo.de/chefsache/2008/09/30/gibts-doch-nicht/
Aber so weit reicht der Spielraum einer Chefredaktion.
http://blog.wiwo.de/chefsache/2008/09/30/gibts-doch-nicht/
Karin | 05.10.2008 - 14:11
flatter kommentiert:
@Niels:
"Selbst wer Äußerungen nur zitiert und eindeutig als fremder Leute Inhalt kennzeichnet, kann dafür unter bestimmten Umständen haften" -
das ist der Kern der Sache. Es bedeutet doch, daß öffentliche Äußerungen in die Kateorien "unbedenklich" und "bedenklich" eingeteilt werden, so daß jede "bedenkliche" Äußerung vermieden werden muß und verboten werden kann. Dies ist nicht nur das Ende der Meinungsfreiheit, sondern führt ganz nebenbei zu einer Rest-Kommunikation über Wirtschaft, die systembedingt optimistisch zu sein hat. So erzeugt der Hype erst die Krise und verbietet dann die Aufklärung, durch die allein Lösungen möglich sind. Am Ende leben wir in einer Ulkrepublik, die sich eine Art Zeugnissprache gibt, um über den Zustand von Unternehhmen zu orakeln.
"Selbst wer Äußerungen nur zitiert und eindeutig als fremder Leute Inhalt kennzeichnet, kann dafür unter bestimmten Umständen haften" -
das ist der Kern der Sache. Es bedeutet doch, daß öffentliche Äußerungen in die Kateorien "unbedenklich" und "bedenklich" eingeteilt werden, so daß jede "bedenkliche" Äußerung vermieden werden muß und verboten werden kann. Dies ist nicht nur das Ende der Meinungsfreiheit, sondern führt ganz nebenbei zu einer Rest-Kommunikation über Wirtschaft, die systembedingt optimistisch zu sein hat. So erzeugt der Hype erst die Krise und verbietet dann die Aufklärung, durch die allein Lösungen möglich sind. Am Ende leben wir in einer Ulkrepublik, die sich eine Art Zeugnissprache gibt, um über den Zustand von Unternehhmen zu orakeln.
flatter | 05.10.2008 - 14:11
Niels kommentiert:
flatter: "das ist der Kern der Sache. Es bedeutet doch, daß öffentliche Äußerungen in die Kateorien "unbedenklich" und "bedenklich" eingeteilt werden, so daß jede "bedenkliche" Äußerung vermieden werden muß und verboten werden kann."
Nein. Das bedeutet, dass Meinungsfreiheit einem nicht das Recht verleiht, unter völliger Missachtung der Rechte Dritter, die eigene Meinung in alle Welt zu blasen. Kein Grundrecht ist schrankenlos garantiert und das ist auch gut so, denn sonst würden die Grundrechte sich quasi selbst aushöhlen.
Nein. Das bedeutet, dass Meinungsfreiheit einem nicht das Recht verleiht, unter völliger Missachtung der Rechte Dritter, die eigene Meinung in alle Welt zu blasen. Kein Grundrecht ist schrankenlos garantiert und das ist auch gut so, denn sonst würden die Grundrechte sich quasi selbst aushöhlen.
Niels | 05.10.2008 - 14:47
flatter kommentiert:
@niels: Dann müssen wir darüber sprechen, wo genau die Schranken sind, wer sie unter welchen Kriterien setzt und den Wärter spielt. Wenn du schreibst "unter Umständen", weist du doch genau darauf hin. Sollen nämlich alle möglichen Umstände beachtet bzw. vermieden werden, ist keine Diskussion mehr möglich.
Zur Sache: Hat Uhlig unter "völliger Missachtung der Rechte Dritter, die eigene Meinung in alle Welt" geblasen? Hat er nicht vielmehr exakt das getan, wovon ich spreche, nämlich eine Meinung geäußert, die irgendwem bedenklich erschien?!
Zur Sache: Hat Uhlig unter "völliger Missachtung der Rechte Dritter, die eigene Meinung in alle Welt" geblasen? Hat er nicht vielmehr exakt das getan, wovon ich spreche, nämlich eine Meinung geäußert, die irgendwem bedenklich erschien?!
flatter | 05.10.2008 - 15:16
Niels kommentiert:
"Dann müssen wir darüber sprechen, wo genau die Schranken sind, wer sie unter welchen Kriterien setzt und den Wärter spielt. "
Schranken sind natürlich die Interessen anderer, soweit die Rechtsordnung sie schützt. Wärter sind letztlich der Gesetzgeber und die Gerichte. Wenn ich morgen schreiben würde "Nachbar Krause ist ein Arsch", ist das auch eine Meinungsäußerung und trotzdem kriege ich zum Glück was aufs Dach.
"Zur Sache: Hat Uhlig unter "völliger Missachtung der Rechte Dritter, die eigene Meinung in alle Welt" geblasen? Hat er nicht vielmehr exakt das getan, wovon ich spreche, nämlich eine Meinung geäußert, die irgendwem bedenklich erschien?!"
Das kann ich nicht beurteilen; ich habe Jura studiert, nicht VWL. ;-) Aber bedenklich schien mir der Artikel schon, insbesondere weil er die Beständigkeit der Einlagensicherung insgesamt in Zweifel zieht, aber dann nur einzelne Namen fallen lässt.
Schranken sind natürlich die Interessen anderer, soweit die Rechtsordnung sie schützt. Wärter sind letztlich der Gesetzgeber und die Gerichte. Wenn ich morgen schreiben würde "Nachbar Krause ist ein Arsch", ist das auch eine Meinungsäußerung und trotzdem kriege ich zum Glück was aufs Dach.
"Zur Sache: Hat Uhlig unter "völliger Missachtung der Rechte Dritter, die eigene Meinung in alle Welt" geblasen? Hat er nicht vielmehr exakt das getan, wovon ich spreche, nämlich eine Meinung geäußert, die irgendwem bedenklich erschien?!"
Das kann ich nicht beurteilen; ich habe Jura studiert, nicht VWL. ;-) Aber bedenklich schien mir der Artikel schon, insbesondere weil er die Beständigkeit der Einlagensicherung insgesamt in Zweifel zieht, aber dann nur einzelne Namen fallen lässt.
Niels | 05.10.2008 - 15:21
Peter Weltlos kommentiert:
Gerade die Beständigkeit der Einlagensicherung sollte man in den "Mainstream"-Medien mehr unter die Lupe nehmen. Dass dabei ganz natürlich Namen fallen kann man mE aber nicht als grundsätzlich negativ auslegen.
Insgesamt ist es in einem sehr bedenklich, wenn Selbstzensur in einem solche Maße um sich greift und die tatsächlichen Umstände verschleiert. Eine Demokratie muss freie Meinungsäußerung verkraften.
Insgesamt ist es in einem sehr bedenklich, wenn Selbstzensur in einem solche Maße um sich greift und die tatsächlichen Umstände verschleiert. Eine Demokratie muss freie Meinungsäußerung verkraften.
Peter Weltlos | 05.10.2008 - 15:58
Lamoto kommentiert:
@Niels: Bist Du jetzt hier der inoffizielle Holtzbrinck-Zensurverteidigungsbeauftragte, oder was? Allen vagen Winkelzügen zum Trotz liegt doch nun auf der Hand, dass das Handelsblatt seine Blogs zensiert, wenn nötig. Punkt.
Übrigens: Das ausgerechnet das Handelsblatt am Wochenende unterbesetzt sein soll, ist doch wohl ein schlechter Scherz. Lehman, AIG, Fortis, HRE - alles spielt sich immer an Wochenenden ab. Warum wohl? Und Ihr seid da alle zuhause und seht Sportschau? Und: Wer oder was steht nächsten Samstag auf dem Spielplan?
P.S. Es gibt keine akzeptable Entschuldigung für diese Zensur. "... möglicherweise gar rechtlich problematisch hätte werden können ..." klingt genauso wie "mag eventuell nicht hundertprozentig auszuschließen sein".
Und ihr bezeichnet Euch ernshaft als Journalisten???
Übrigens: Das ausgerechnet das Handelsblatt am Wochenende unterbesetzt sein soll, ist doch wohl ein schlechter Scherz. Lehman, AIG, Fortis, HRE - alles spielt sich immer an Wochenenden ab. Warum wohl? Und Ihr seid da alle zuhause und seht Sportschau? Und: Wer oder was steht nächsten Samstag auf dem Spielplan?
P.S. Es gibt keine akzeptable Entschuldigung für diese Zensur. "... möglicherweise gar rechtlich problematisch hätte werden können ..." klingt genauso wie "mag eventuell nicht hundertprozentig auszuschließen sein".
Und ihr bezeichnet Euch ernshaft als Journalisten???
Lamoto | 05.10.2008 - 15:59
Karin kommentiert:
@Niels
Ja, dann läge es doch mal an den Redakteuren des Handelsblattes, verschiedenste Bilanzen zu analysieren und Verbindlichkeiten, Eigenkapitalausstattung (nach verschienen Kriterien berechnet). Geschäftsfelder usw. mit ihren Textbeiträgen zu verknüpfen.
Ich bin Hausfrau ohne Jura- und VWL-Studium, aber ich habe in Blogs mehr gelernt, als in den meisten Wirtschaftszeitungen (wobei ich das Handelsblatt bislang für eine der besseren Publikationen hielt.
Ja, dann läge es doch mal an den Redakteuren des Handelsblattes, verschiedenste Bilanzen zu analysieren und Verbindlichkeiten, Eigenkapitalausstattung (nach verschienen Kriterien berechnet). Geschäftsfelder usw. mit ihren Textbeiträgen zu verknüpfen.
Ich bin Hausfrau ohne Jura- und VWL-Studium, aber ich habe in Blogs mehr gelernt, als in den meisten Wirtschaftszeitungen (wobei ich das Handelsblatt bislang für eine der besseren Publikationen hielt.
Karin | 05.10.2008 - 16:02
Karin kommentiert:
PS: Mir ist bekannt, daß dort nicht alle versteckten Leichen erkennbar sind, aber diese Analyse und der Datenvergleich wären rechtlich unangreifbar und er erfolgt nicht. Weshalb?
Karin | 05.10.2008 - 16:10
Olaf Storbeck, Handelsblatt kommentiert:
Der Vorwurf, das HB würde die Lage schönfärben, ist ziemlich absurd.
So haben zum Beispiel Norbert Häring und ich Anfang August, als die allgemeine Meinung in der Finanzszene war, das Schlimmste sei vorüber, unter der Überschrift "Ein Tsunami, der nicht enden will", geschrieben: "Ein Jahr nach Ausbruch der Subprime-Krise zeigt sich immer deutlicher: Der ökonomische Fall-out der Krise hat die Weltwirtschaft großflächig kontaminiert - und droht Wachstum und Wohlstand nachhaltig zu belasten. Die Szenarien, die Makro-Ökonomen entwerfen, sind zum Teil beunruhigend." http://www.handelsblatt.com/politik/nachrichten/ein-tsunami-der-nicht-enden-will;2018861
Wir haben - als eines der ersten Medien weltweit - Anfang August das neue Buch von Robert Shiller vorgestellt, unter der Überschrift "Finanzkrise – war das alles erst das Vorspiel?" schrieben wir: "Nichts für schwache Nerven: In einem neuen Buch zur Subprime-Krise entwirft Yale-Ökonom Robert Shiller beängstigende Szenarien. Nur massive staatliche Hilfe könne das Schlimmste abwenden. Shillers Stimme hat Gewicht - bislang lag er mit seinen Prognosen mehrfach richtig." http://www.handelsblatt.com/politik/wissenswert/finanzkrise-war-das-alles-erst-das-vorspiel;2021256
Und schon im März berichteten wir unter der Überschrift "Bankenkrise – es kann noch blutig werden" über eine Studie von BIZ und IWF, die zu dem Ergebnis kam, dass Turbulenzen im Bankensektor gerade in hoch entwickelten Industrieländern den wirtschaftlichen Wohlstand beträchtlich beschädigen. http://www.handelsblatt.com/politik/wissenswert/bankenkrise-es-kann-noch-blutig-werden;1409688
Die Liste ließe sich noch deutlich fortsetzen.
Auch über die Probleme, die der Einlagensicherungsfonds bekommen kann, haben wir ausfühlich berichtet, siehe unter anderem die Links in diversenen Blog-Beiträgen von Uhlig.
Beste Grüße
Olaf Storbeck
So haben zum Beispiel Norbert Häring und ich Anfang August, als die allgemeine Meinung in der Finanzszene war, das Schlimmste sei vorüber, unter der Überschrift "Ein Tsunami, der nicht enden will", geschrieben: "Ein Jahr nach Ausbruch der Subprime-Krise zeigt sich immer deutlicher: Der ökonomische Fall-out der Krise hat die Weltwirtschaft großflächig kontaminiert - und droht Wachstum und Wohlstand nachhaltig zu belasten. Die Szenarien, die Makro-Ökonomen entwerfen, sind zum Teil beunruhigend." http://www.handelsblatt.com/politik/nachrichten/ein-tsunami-der-nicht-enden-will;2018861
Wir haben - als eines der ersten Medien weltweit - Anfang August das neue Buch von Robert Shiller vorgestellt, unter der Überschrift "Finanzkrise – war das alles erst das Vorspiel?" schrieben wir: "Nichts für schwache Nerven: In einem neuen Buch zur Subprime-Krise entwirft Yale-Ökonom Robert Shiller beängstigende Szenarien. Nur massive staatliche Hilfe könne das Schlimmste abwenden. Shillers Stimme hat Gewicht - bislang lag er mit seinen Prognosen mehrfach richtig." http://www.handelsblatt.com/politik/wissenswert/finanzkrise-war-das-alles-erst-das-vorspiel;2021256
Und schon im März berichteten wir unter der Überschrift "Bankenkrise – es kann noch blutig werden" über eine Studie von BIZ und IWF, die zu dem Ergebnis kam, dass Turbulenzen im Bankensektor gerade in hoch entwickelten Industrieländern den wirtschaftlichen Wohlstand beträchtlich beschädigen. http://www.handelsblatt.com/politik/wissenswert/bankenkrise-es-kann-noch-blutig-werden;1409688
Die Liste ließe sich noch deutlich fortsetzen.
Auch über die Probleme, die der Einlagensicherungsfonds bekommen kann, haben wir ausfühlich berichtet, siehe unter anderem die Links in diversenen Blog-Beiträgen von Uhlig.
Beste Grüße
Olaf Storbeck
Olaf Storbeck, Handelsblatt | 05.10.2008 - 16:36
Thomas Knüwer kommentiert:
@Lamoto: Denken Sie nochmal genau darüber nach, was Sie geschrieben haben. Was hat die Besetzung im Finanzbereich mit dem Blog zu tun? Hier ging es um Entscheidungsstränge in einem anderen Bereich.
Übrigens finde ich das Wort "Zensur" geschmacksvolatil.
Übrigens finde ich das Wort "Zensur" geschmacksvolatil.
Thomas Knüwer | 05.10.2008 - 16:41
Karin kommentiert:
@Herr Storbeck,
wenn ich diese Artikel ins Verhältnis setze zu den unkritischen, sieht die Bilanz nicht schlecht aber auch nicht rümlich aus.
Meine Frage nach dem warum wurde nicht beantwortet....
@Thomas Knüwer
Wenn löschen nicht als Zensur gilt, was denn dann? Hinrichtung des Autors?
wenn ich diese Artikel ins Verhältnis setze zu den unkritischen, sieht die Bilanz nicht schlecht aber auch nicht rümlich aus.
Meine Frage nach dem warum wurde nicht beantwortet....
@Thomas Knüwer
Wenn löschen nicht als Zensur gilt, was denn dann? Hinrichtung des Autors?
Karin | 05.10.2008 - 17:15
Karin kommentiert:
PS:
rühmlich natürlich.
Und die kritischen Links habe ich mühsam gesammelt und archiviert!
Wie oft habe ich auch hier über die Sicherheit der Einlagen und den ausgezeichneten Einlagensicherungsfonds gelesen und mir unschöne Dinge dabei gedacht!
rühmlich natürlich.
Und die kritischen Links habe ich mühsam gesammelt und archiviert!
Wie oft habe ich auch hier über die Sicherheit der Einlagen und den ausgezeichneten Einlagensicherungsfonds gelesen und mir unschöne Dinge dabei gedacht!
Karin | 05.10.2008 - 17:18
meistermochi kommentiert:
es war wochendende. schon klar.
aber auf die kfw und die millionen-überweisung wurde ach eingeprügelt oder nicht, handelsblatt?
aber auf die kfw und die millionen-überweisung wurde ach eingeprügelt oder nicht, handelsblatt?
meistermochi | 05.10.2008 - 17:55
Niels kommentiert:
Karin: Zensur ist schon begriffsnotwendig eine Maßnahme des Staates.
Wenn ich jemanden aus meinem eigenen Garten verbanne, ist das auch keine Abschiebung.
Wenn ich jemanden aus meinem eigenen Garten verbanne, ist das auch keine Abschiebung.
Niels | 05.10.2008 - 17:57
Karin kommentiert:
Nachdem ich mich nun etwas abgekühlt habe, nehme ich die Verachtung zurück.
Ich war auch erbost, weil kein Wort des Bedauerns gegenüber den Lesern geäußert wurde, die bis abends keinen der Blogs mehr erreichen konnten und rätselten weshalb.
Die Redaktion stand nicht zu Ihrem Tun. Der Artikel war - als die Blogtexte wieder verfügbar waren, kommentarlos gelöscht.
@Nils
http://de.wikipedia.org/wiki/Zensur_(Informationskontrolle)
Ich war auch erbost, weil kein Wort des Bedauerns gegenüber den Lesern geäußert wurde, die bis abends keinen der Blogs mehr erreichen konnten und rätselten weshalb.
Die Redaktion stand nicht zu Ihrem Tun. Der Artikel war - als die Blogtexte wieder verfügbar waren, kommentarlos gelöscht.
@Nils
http://de.wikipedia.org/wiki/Zensur_(Informationskontrolle)
Karin | 05.10.2008 - 18:14
Karl kommentiert:
Karl | 05.10.2008 - 18:19
Kuchentester kommentiert:
Ich frage mich, warum eine Zeitung so auf die Gunst einer Branche bedacht ist.
Wäre es da nicht wichtiger auf die eigene Reputation und Glaubwürdigkeit zu achten. Letztlich ist das doch das einzige entscheidende Asset einer Zeitung. Ohne Glaubwürdigkeit ist jedes Medium tot. Nicht nur print, sondern auch online oder Blogs.
Eine große Glaubwürdigkeitskrise gab es nach 1945. Da mussten einige Zeitungen aus dem juristischen Bereich neu anfangen. Das machte sich im Titel bemerkbar. Der Neuanfang wurde dadurch deutlich gamacht, dass dem bisherigen Titel das Adjektiv "neu" voranstellte. Man wollte sich auf diese Weise von der Nazizeit und dem moralischen Versagen distanzieren. So entstanden die Neue Juristische Wochenschrift, die Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht, die Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht.
Vielleicht hat das Handelsblatt irgendwann auch mal einen neuen Namen. Vielleicht Neues Handelsblatt?
Kuchentester
Wäre es da nicht wichtiger auf die eigene Reputation und Glaubwürdigkeit zu achten. Letztlich ist das doch das einzige entscheidende Asset einer Zeitung. Ohne Glaubwürdigkeit ist jedes Medium tot. Nicht nur print, sondern auch online oder Blogs.
Eine große Glaubwürdigkeitskrise gab es nach 1945. Da mussten einige Zeitungen aus dem juristischen Bereich neu anfangen. Das machte sich im Titel bemerkbar. Der Neuanfang wurde dadurch deutlich gamacht, dass dem bisherigen Titel das Adjektiv "neu" voranstellte. Man wollte sich auf diese Weise von der Nazizeit und dem moralischen Versagen distanzieren. So entstanden die Neue Juristische Wochenschrift, die Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht, die Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht.
Vielleicht hat das Handelsblatt irgendwann auch mal einen neuen Namen. Vielleicht Neues Handelsblatt?
Kuchentester
Kuchentester | 05.10.2008 - 18:36
Christiane kommentiert:
Entschuldigung, ich verstehe es immer noch nicht. Warum ruft man nicht den Autor an und löscht / verändert dann in Absprache mit dem Autor (!) rechtlich bedenkliche Passagen mit dem Hinweis "Beitrag wurde aus rechtlichen Gründen verändert", wenn es denn wirklich rechtlich bedenkliche Passagen gab? Das geht auch am Wochenende.
Wie man auf die Idee kommen kann, dass Herr Uhlig mit seinem Weblog die Meinung des Handelsblatts vertritt, ist mir schleierhaft. Er schrieb einen Weblog und es war klar erkennbar, dass er nicht Mitarbeiter des Verlags ist und es sich um ein subjektives Blog eines Wissenschaftlers handelt. Da muss ich mich ja als Leserin beleidigt fühlen, wenn ich für so dumm gehalten werden, dass ich Quellen und Positionen nicht einschätzen kann.
Mit solch einer schwammigen Erklärung erweckt man eher den Eindruck, dass ganz andere politische Interessen eine Rolle gespielt haben und das würde ich als Verlag mindestens genauso vermeiden wollen wie rechtliche Auseinandersetzungen mit Banken.
Wie man auf die Idee kommen kann, dass Herr Uhlig mit seinem Weblog die Meinung des Handelsblatts vertritt, ist mir schleierhaft. Er schrieb einen Weblog und es war klar erkennbar, dass er nicht Mitarbeiter des Verlags ist und es sich um ein subjektives Blog eines Wissenschaftlers handelt. Da muss ich mich ja als Leserin beleidigt fühlen, wenn ich für so dumm gehalten werden, dass ich Quellen und Positionen nicht einschätzen kann.
Mit solch einer schwammigen Erklärung erweckt man eher den Eindruck, dass ganz andere politische Interessen eine Rolle gespielt haben und das würde ich als Verlag mindestens genauso vermeiden wollen wie rechtliche Auseinandersetzungen mit Banken.
Christiane | 05.10.2008 - 20:01
Kuchentester kommentiert:
Alle deutschen Spareinlagen werden ab sofort durch den Staat in voller Höhe garantiert.
Damit haben sich, so denke ich, alle weiteren Fragen zur Liquiditätssituation der deutschen Banken und Sparkassen und der Belastbarkeit der Einlagensicherung erübrigt. Scheinbar war der Fehler des Herrn Prof.Uhlig allein der, dass er nicht sämtliche Namen der Finanzbranche genannt hat, sondern nur ein paar.
Eine Glaubwürdigkeitskrise hat das Finanzwesen erfasst. Tragisch, wo doch das Geschäftsmodell auf "credere" beruht.
Bin mal gespannt, wie die Zeitungen versuchen werden, die eigene Glaubwürdigkeit zu schützen bzw. wieder zurückzuerlangen. Sie könnten zum Beispiel anfangen, den Funktion der vierten Gewalt im Staate wieder ernst zu nehmen und den Diskurs über optimale Lösung fördern.
Realitätsverweigerung wird jetzt nicht mehr funktionieren.
Kuchentester
Damit haben sich, so denke ich, alle weiteren Fragen zur Liquiditätssituation der deutschen Banken und Sparkassen und der Belastbarkeit der Einlagensicherung erübrigt. Scheinbar war der Fehler des Herrn Prof.Uhlig allein der, dass er nicht sämtliche Namen der Finanzbranche genannt hat, sondern nur ein paar.
Eine Glaubwürdigkeitskrise hat das Finanzwesen erfasst. Tragisch, wo doch das Geschäftsmodell auf "credere" beruht.
Bin mal gespannt, wie die Zeitungen versuchen werden, die eigene Glaubwürdigkeit zu schützen bzw. wieder zurückzuerlangen. Sie könnten zum Beispiel anfangen, den Funktion der vierten Gewalt im Staate wieder ernst zu nehmen und den Diskurs über optimale Lösung fördern.
Realitätsverweigerung wird jetzt nicht mehr funktionieren.
Kuchentester
Kuchentester | 05.10.2008 - 20:48
Thomas Knüwer kommentiert:
@Christiane: Warum man den Autor nicht anruft? Weil Shit happened. Das hätte nicht passieren dürfen.
Zum Vertreten von Handelsblatt-Meinung: Es gibt einen technischen Haken, der sich hoffentlich nunmehr erledigt. Einige Blog-Einträge fließen in den regulären Schlagzeilen-Feed des Handelsblatts. Auf dem Mobil-Angebot sind sie dann von Kommentaren kaum zu unterscheiden. Das war in diesem Fall auch so.
Zum Vertreten von Handelsblatt-Meinung: Es gibt einen technischen Haken, der sich hoffentlich nunmehr erledigt. Einige Blog-Einträge fließen in den regulären Schlagzeilen-Feed des Handelsblatts. Auf dem Mobil-Angebot sind sie dann von Kommentaren kaum zu unterscheiden. Das war in diesem Fall auch so.
Thomas Knüwer | 05.10.2008 - 20:54
Karin kommentiert:
In der FTD lese ich: alle europäischen Notenbanken würden einen erhöhten Bedarf an Bargeld festellen.
Diese Info finde ich im Handelsblatt nicht.
Kritische Berichterstattung?
Diese Info finde ich im Handelsblatt nicht.
Kritische Berichterstattung?
Karin | 05.10.2008 - 21:55
Thomas Knüwer kommentiert:
Mein Gott, wollen Sie jetzt Meldung für Meldung vergleichen? Leider weiß ich nicht, auf welche Story sich das bezieht. Aber auch wir haben mehrfach über einen steigenden Liquiditätsbedarf, nicht nur bei Zentralbanken geschrieben. Vielleicht schauen Sie mal auf unsere Homepage, dann werden sie feststellen, dass wir und die Kollegen in Hamburg uns einen sportlichen Kampf um Exklusivnachrichten liefern.
Thomas Knüwer | 06.10.2008 - 07:56
Karin kommentiert:
Herr Knüwer,
Bargeldabhebungen sind nicht identisch mit Liquiditätsbedarf.
Bitte recherchieren Sie, ob Tagesgelder unter die Garantie der Bundesregierung fallen. Ich lese etwas von Spareinlagen, Termingeldern und Girokonten. Ich bin sicher, diese Frage interessiert auch andere Leser. Im voraus herzlichen Dank.
Mit freundlichem Gruß, Karin
Bargeldabhebungen sind nicht identisch mit Liquiditätsbedarf.
Bitte recherchieren Sie, ob Tagesgelder unter die Garantie der Bundesregierung fallen. Ich lese etwas von Spareinlagen, Termingeldern und Girokonten. Ich bin sicher, diese Frage interessiert auch andere Leser. Im voraus herzlichen Dank.
Mit freundlichem Gruß, Karin
Karin | 06.10.2008 - 08:46
Olaf Storbeck kommentiert:
@ Karin: Ich dachte, im Web 2.0 recherchiert jeder selbst und man braucht keine Journalisten mehr. ;-)
Olaf Storbeck | 06.10.2008 - 10:20
Gregor Keuschnig kommentiert:
@Karin
Die "Garantie" der Bundesregierung für die "Sparerinnen und Sparer" ist eine politische Garantie, d. h. - deutlich formuliert - eine Luftnummer ohne jede rechtliche Verbindlichkeit. Sie dient dazu, das zu verhindern, was Prof. Uhlig in seinem gelöschten Artikel (was ist das anderes als Zensur?) suggerierte: 'Leute, holt Euer Geld ab'. Das würde jede Bank auf der Welt binnen Stunden in die Insolvenz treiben.
Hieraus und aus der Tatsache, dass Uhlig einige Banken nennt, formt man einen "justiziablen" Akt, der die Lösung rechtfertigen soll. In Wahrheit passte die Richtung nicht. Man muss dies grundsätzlich bei den Pseudo-Blogs von Printerzeugnissen im Hinterkopf behalten. Sich hierüber zu entrüsten, ist ein bisschen blauäugig.
So, und jetzt kann man sich wieder den wirklich wichtigen Themen widmen, wie zum Beispiel einem Relaunch der FASZ.
Die "Garantie" der Bundesregierung für die "Sparerinnen und Sparer" ist eine politische Garantie, d. h. - deutlich formuliert - eine Luftnummer ohne jede rechtliche Verbindlichkeit. Sie dient dazu, das zu verhindern, was Prof. Uhlig in seinem gelöschten Artikel (was ist das anderes als Zensur?) suggerierte: 'Leute, holt Euer Geld ab'. Das würde jede Bank auf der Welt binnen Stunden in die Insolvenz treiben.
Hieraus und aus der Tatsache, dass Uhlig einige Banken nennt, formt man einen "justiziablen" Akt, der die Lösung rechtfertigen soll. In Wahrheit passte die Richtung nicht. Man muss dies grundsätzlich bei den Pseudo-Blogs von Printerzeugnissen im Hinterkopf behalten. Sich hierüber zu entrüsten, ist ein bisschen blauäugig.
So, und jetzt kann man sich wieder den wirklich wichtigen Themen widmen, wie zum Beispiel einem Relaunch der FASZ.
Gregor Keuschnig | 06.10.2008 - 10:31
Olaf Storbeck kommentiert:
@ Gregor: Interessant, dass Sie so genau wissen, was hier hinter den Kullissen beim HB los ist. ("in Wahrheit..."
Deswegen haben wir ja auch die anderen Uhlig-Blogbeiträge, in denen er sich kritisch über den Zustand der Einlagensicherung äußerte, gelöscht. Und unsere eigenen Berichte (z.B. "Lehman bringt deutsche Einlagensicherung in Not" http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/lehman-bringt-deutsche-einlagensicherung-in-not;2041475) gleich mit.
Leute, diese Verschwörungstheorien sind Unsinn!
Deswegen haben wir ja auch die anderen Uhlig-Blogbeiträge, in denen er sich kritisch über den Zustand der Einlagensicherung äußerte, gelöscht. Und unsere eigenen Berichte (z.B. "Lehman bringt deutsche Einlagensicherung in Not" http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/lehman-bringt-deutsche-einlagensicherung-in-not;2041475) gleich mit.
Leute, diese Verschwörungstheorien sind Unsinn!
Olaf Storbeck | 06.10.2008 - 10:43
Karin kommentiert:
@Herr Storbeck,
ich wollte ihne doch nur die Gelegenheit zur wahrheitsgemäßen und differenzierten Berichterstattung geben.
Liquidität = Bargeld na ja....
Der Bargeldumlauf im Euroraum INSGESAMT lag im Apri dieses Jahres insgesamt bei 644,8 Mrd.
Zukünftig könnte für manchen allerdings die Liquidität identisch mit seinem Bargeldbestand sein, wenn z.B. $ 47 des Gesetzes über das Kreditwesen (Kreditwesengesetz - KWG) greift.
@Keuschnig
Mir ging es um die Qualität der Berichterstattung. Aus meinen Kommentaren bei Uhlig geht wohl hervor, was ich persönlich von der Garantie halte. Aber mancher mag das ja anders beurteilen und dem Regierungsfunk vertrauen. Selbst der ist jedoch inkonsistent.
ich wollte ihne doch nur die Gelegenheit zur wahrheitsgemäßen und differenzierten Berichterstattung geben.
Liquidität = Bargeld na ja....
Der Bargeldumlauf im Euroraum INSGESAMT lag im Apri dieses Jahres insgesamt bei 644,8 Mrd.
Zukünftig könnte für manchen allerdings die Liquidität identisch mit seinem Bargeldbestand sein, wenn z.B. $ 47 des Gesetzes über das Kreditwesen (Kreditwesengesetz - KWG) greift.
@Keuschnig
Mir ging es um die Qualität der Berichterstattung. Aus meinen Kommentaren bei Uhlig geht wohl hervor, was ich persönlich von der Garantie halte. Aber mancher mag das ja anders beurteilen und dem Regierungsfunk vertrauen. Selbst der ist jedoch inkonsistent.
Karin | 06.10.2008 - 11:32
Alex kommentiert:
Respekt vor diesem Umgang mit eigenen Eingriffen und Fehlern! Ich sag mal: Gute Transparenz in der Krisenkommunikation.
Angescihts der Sorge am Wochenende um einen Zusammenbruch der HRE und einen möglicherweise resultierenden Bankenrun kann ich diese Aktion an sich durchaus akzeptieren, hätte es eine Absprache mit Herrn Uhlig gegeben.
Dass die Bundesregierung diese Sorge ebenfalls hatte, zeigt die Sparkontengarantie für Privatleute. Damit sollten aber auch die meisten Sorgen vor einem Bankenrun ausgeräumt worden sein.
Angescihts der Sorge am Wochenende um einen Zusammenbruch der HRE und einen möglicherweise resultierenden Bankenrun kann ich diese Aktion an sich durchaus akzeptieren, hätte es eine Absprache mit Herrn Uhlig gegeben.
Dass die Bundesregierung diese Sorge ebenfalls hatte, zeigt die Sparkontengarantie für Privatleute. Damit sollten aber auch die meisten Sorgen vor einem Bankenrun ausgeräumt worden sein.
Alex | 06.10.2008 - 11:39
Marc kommentiert:
Es gibt da so einen Spruch: "Gehe nie von bösem Willen oder Verschwörungen aus, wenn zur Erklärung Faulheit, Dummheit oder Inkompetenz völlig ausreichen!"
Marc | 06.10.2008 - 12:03
kitzo kommentiert:
Leute, diskutiert nicht so viel, sondern hebt lieber Euer Geld ab. Die " Garantie" vom Merkel ist nämlich nur eine Luftnummer..
kitzo | 06.10.2008 - 12:32
Roman kommentiert:
Genau, veranstalten wir doch einen Run auf alle Banken. Nur, es gibt (bei weitem) nicht genügend Bargeld. Gab es schon seit geraumer Zeit nicht mehr.
Und wer jetzt einen "Run auf die Banken" auslöst, der führt das herbei, was er fürchtet.
Ach ja, wenn das Finanzsystem zusammenbricht, kann man mit Bargeld heizen, aber viel mehr auch nicht.
Und wer jetzt einen "Run auf die Banken" auslöst, der führt das herbei, was er fürchtet.
Ach ja, wenn das Finanzsystem zusammenbricht, kann man mit Bargeld heizen, aber viel mehr auch nicht.
Roman | 06.10.2008 - 17:25
Sen. Consultant Lars kommentiert:
Hatte Herrn Uhlig bereits zuvor ein paar Kommentare auf seinen Thesen zum Thema Einlagensicherungfonds gegeben, insbesondere, als in Zweifel zog, dass das Dotationskapital ausreichen würde.
IMHO:
Mein persönlicher Eindruck aus seinem Blog ist, dass Herr Uhlig weder die notwendige Sachkenntis noch die Gabe einer tieferen Fakten-Recherche noch ein Verständnis der speziellen Situation in Deustchland hatte.
Zudem gab er sich bei berechtigter Kritik zur Darstellung (auch meinerseits) eher von seiner Meinung überzeugt und suchte seine Auffassung belegen, nicht aber die von "Andersgläubigen". Eine echte "Diskussion" in Foren und blogs sieht m.E. anders aus.
Von daher darf man ob des Vorgehens der HB-Chefredaktion geteilter Meinung sein (meine auch, man hätte zumindest mit dem Autor vorab sprechen sollen), anderseits werde ich jenem Blog keine Träne hinterherweinen.
IMHO:
Mein persönlicher Eindruck aus seinem Blog ist, dass Herr Uhlig weder die notwendige Sachkenntis noch die Gabe einer tieferen Fakten-Recherche noch ein Verständnis der speziellen Situation in Deustchland hatte.
Zudem gab er sich bei berechtigter Kritik zur Darstellung (auch meinerseits) eher von seiner Meinung überzeugt und suchte seine Auffassung belegen, nicht aber die von "Andersgläubigen". Eine echte "Diskussion" in Foren und blogs sieht m.E. anders aus.
Von daher darf man ob des Vorgehens der HB-Chefredaktion geteilter Meinung sein (meine auch, man hätte zumindest mit dem Autor vorab sprechen sollen), anderseits werde ich jenem Blog keine Träne hinterherweinen.
Sen. Consultant Lars | 06.10.2008 - 20:17
Thomas Knüwer kommentiert:
@Karin: Ich recherchiere zu diesem Thema gar nicht. Denn ich bin kein Finanzredakteur, schlicht und ergreifend.
Thomas Knüwer | 06.10.2008 - 21:41
Alexander kommentiert:
Der Zensurverteidigungsbeauftragte bin ich auch nicht, wollte aber zu Protokoll geben, dass ich die Entscheidung verstehen kann. (Dass das anders hätte laufen sollen, steht ja weiter oben schon.) Wer einen Beleg für den Schaden haben will, der einem Medium droht, schaue sich die Reaktion auf die Steve-Jobs-Ente auf der von CNN betriebenen Citizen-Media-Site iReport.com an: Selbst die BBC, die es besser wissen müsste, schreibt "CNN published an inaccurate report".
Alexander | 06.10.2008 - 22:18
Karin kommentiert:
@Herr Knüwer
Sie hatten aber die Berichterstattung des Handelsblattes verteidigt und dabei von "wir" gesprochen.
"Mein Gott, wollen Sie jetzt Meldung für Meldung vergleichen? Leider weiß ich nicht, auf welche Story sich das bezieht. Aber auch wir haben mehrfach über einen steigenden Liquiditätsbedarf, nicht nur bei Zentralbanken geschrieben. Vielleicht schauen Sie mal auf unsere Homepage, dann werden sie feststellen, dass wir und die Kollegen in Hamburg uns einen sportlichen Kampf um Exklusivnachrichten liefern."
An diesen Pluralis majestatis war auch meine Aufforderung gerichtet, auch wenn ich dies vielleicht nicht explizit genug getan habe.
Und meine Kritik bezog sich nicht auf eine Story, sondern auf Ihre gesamte Berichterstattung. Erst gestern war dort von den Bargeldabhebungen in allen europäischen Ländern zu lesen. Bis dahin hatte das Handelsblatt diese – anders als die FTD verschwiegen.
Selbstzensur?
Verantwortlicher Journalismus im Sinne der Leser?
Ich lese fast alle Handelsblatt Artikel zu diesem Thema. Sie brauchen mich also nicht auf die Homepage zu verweisen.
Sie hatten aber die Berichterstattung des Handelsblattes verteidigt und dabei von "wir" gesprochen.
"Mein Gott, wollen Sie jetzt Meldung für Meldung vergleichen? Leider weiß ich nicht, auf welche Story sich das bezieht. Aber auch wir haben mehrfach über einen steigenden Liquiditätsbedarf, nicht nur bei Zentralbanken geschrieben. Vielleicht schauen Sie mal auf unsere Homepage, dann werden sie feststellen, dass wir und die Kollegen in Hamburg uns einen sportlichen Kampf um Exklusivnachrichten liefern."
An diesen Pluralis majestatis war auch meine Aufforderung gerichtet, auch wenn ich dies vielleicht nicht explizit genug getan habe.
Und meine Kritik bezog sich nicht auf eine Story, sondern auf Ihre gesamte Berichterstattung. Erst gestern war dort von den Bargeldabhebungen in allen europäischen Ländern zu lesen. Bis dahin hatte das Handelsblatt diese – anders als die FTD verschwiegen.
Selbstzensur?
Verantwortlicher Journalismus im Sinne der Leser?
Ich lese fast alle Handelsblatt Artikel zu diesem Thema. Sie brauchen mich also nicht auf die Homepage zu verweisen.
Karin | 07.10.2008 - 11:11
Schnutinger kommentiert:
Ups, der Beitrag von Herrn Uhlig ist schon sehr happig, das muss ich sagen. Ich finde die Lösung erstmal löschen, dann darüber diskutieren (und er wurde ja hier schließlich nochmal gepostet) nicht gerade vom Feinsten, aber im Grunde gar nicht mal schlecht. Manchmal finde ich das "Aufgerege" der Bloggerszene auch schlichtweg lächerlich, manche Inhalte sind eben bedenklich, jeder der selber ein großes Blatt herausgeben würde, wäre ähnlich sensibel. Aber in der Tat müssen Wege und Lösungen für solche Fälle geschaffen werden - interessant sind solche kantigen Beiträge nämlich allemal.
Also, ein schönes Lehrstück für alle Seiten :-)
Also, ein schönes Lehrstück für alle Seiten :-)
Schnutinger | 09.10.2008 - 09:21
Thomas Knüwer kommentiert:
Die Wogen haben sich geglättet - und Harald Uhlig blogt weiter für uns: http://oekonomie.blogg.de/eintrag.php?id=42
Wir freuen uns sehr!
Wir freuen uns sehr!
Thomas Knüwer | 09.10.2008 - 09:52
Matthias kommentiert:
Matthias | 09.10.2008 - 09:58
mariana mayer kommentiert:
Web 2.0 funktioniert nicht in einem kommerziellen Umfeld:
Doch, wenn einem nicht angedroht wird, dass man verklagt wird über Aussagen die eh jeder weiß diese lediglich in der Öffentlichkeit ausgesprochen werden, obwohl unter der Hand sowieso darüber getrascht wird.
Web 2.0 ist ein wichtiger Beitrag zur Förderung der Mündigkeit der Bürger.
Daran mangelte es nämlich beträchtlich in Deutschland. Auf meiner ehemaligen Arbeit wurde mir sogar das Telefon abgestellt, obwohl ich dort "überhaupt nichts" gesagt habe. Mir hat mein Einfach ständig Dinge und Vorurteile unterstellt!
Erst auf Blogs konnte ich darüber reden. Ansonsten wurde ich "in Maßen" bedroht.
undsoweiterundsofort...
Web 2.0 ist ein wichtiger Beitrag zur Demokratie und Redefreiheit der Bürger.
Doch, wenn einem nicht angedroht wird, dass man verklagt wird über Aussagen die eh jeder weiß diese lediglich in der Öffentlichkeit ausgesprochen werden, obwohl unter der Hand sowieso darüber getrascht wird.
Web 2.0 ist ein wichtiger Beitrag zur Förderung der Mündigkeit der Bürger.
Daran mangelte es nämlich beträchtlich in Deutschland. Auf meiner ehemaligen Arbeit wurde mir sogar das Telefon abgestellt, obwohl ich dort "überhaupt nichts" gesagt habe. Mir hat mein Einfach ständig Dinge und Vorurteile unterstellt!
Erst auf Blogs konnte ich darüber reden. Ansonsten wurde ich "in Maßen" bedroht.
undsoweiterundsofort...
Web 2.0 ist ein wichtiger Beitrag zur Demokratie und Redefreiheit der Bürger.
mariana mayer | 09.10.2008 - 11:26
Erwin Lindemann kommentiert:
"Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst."
-- Voltaire
Wie kleinlich und feige, einen Beitrag zu entfernen, der eine andere Meinung als die eigene vertritt.
Das Einzige, was hieran "möglicherweise gar rechtlich problematisch" wäre, ist die Verletzung des Rechts auf freie Meinungsäußerung.
Vielen Dank für den Einblick in die "Funktionsweise von Großkonzernen von der Größe der Verlagsgruppe Holtzbrinck".
-- Voltaire
Wie kleinlich und feige, einen Beitrag zu entfernen, der eine andere Meinung als die eigene vertritt.
Das Einzige, was hieran "möglicherweise gar rechtlich problematisch" wäre, ist die Verletzung des Rechts auf freie Meinungsäußerung.
Vielen Dank für den Einblick in die "Funktionsweise von Großkonzernen von der Größe der Verlagsgruppe Holtzbrinck".
Erwin Lindemann | 10.10.2008 - 22:45
Thomas Knüwer kommentiert:
Herr Lindemann, mir scheint, Sie sehen die Sache dramatischer als der Autor - denn der hat unsere Entschuldigung ja akzeptiert.
Aber ich fürchte, Ihnen könnte man es nicht recht machen. Weil es Ihnen lieber ist an eine Verschwörungstheorie zu glauben, als an eine Verkettung blöder Umstände.
Aber ich fürchte, Ihnen könnte man es nicht recht machen. Weil es Ihnen lieber ist an eine Verschwörungstheorie zu glauben, als an eine Verkettung blöder Umstände.
Thomas Knüwer | 10.10.2008 - 23:11
Radi kommentiert:
Radi | 13.10.2008 - 12:46
Radi kommentiert:
Radi | 13.10.2008 - 13:23
Thomas Knüwer kommentiert:
Na ja. Sich bestätigt sehen, während neben einem die komplette Weltwirtschaft den Bach runtergeht ist aber auch eher ein virtueller Profit, oder?
Thomas Knüwer | 13.10.2008 - 14:37
Matthias Sch. kommentiert:
Matthias Sch. | 13.10.2008 - 23:41
Beat kommentiert:
Die Derivate müssen verboten werden und die offenen Kontrakte liquidiert werden.
"Kleines Beispiel" der Bank of Scotland meldet Verbindlichkeiten von 480 Millionen Pfund auf beiden Seiten des Kontoblattes. Diese Bank hat keine Chance das aufzufangen, wenn es ins Wanken kommt. Ob es ins Wanken kommt oder nicht kann sie auch nicht beeinflussen.
Streichen ist die einzige Lösung, dies muss aber weltweit geschehen.
"Kleines Beispiel" der Bank of Scotland meldet Verbindlichkeiten von 480 Millionen Pfund auf beiden Seiten des Kontoblattes. Diese Bank hat keine Chance das aufzufangen, wenn es ins Wanken kommt. Ob es ins Wanken kommt oder nicht kann sie auch nicht beeinflussen.
Streichen ist die einzige Lösung, dies muss aber weltweit geschehen.
Beat | 17.10.2008 - 21:15
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