Freitag, 28.03.2008
Videoexperimente in der bel étage
Schon mehrmals haben mich Menschen auf unseren Medienpodcast bel étage angesprochen. Und sie lobten uns für den Aufwand den wir betrieben. Woraufhin ich bekennen musste: "Welchen Aufwand?"
Vielleicht ist dieses kleine Teil ein großes Ding. Besser: wird mal ein großes Ding. Wie ich zu der Flip-Video-Kamera von Pure Digital gekommen bin, ist eine Geschichte, die mir selbst peinlich ist und die Sie in der neuen Ausgabe unseres Medien-Podcats bel étage hören können. Die gibt es hier oder bei Itunes oder bei Sevenload.
Wir reden außerdem über die Agof-Reichweitenzahlen und sprechen mit Marketing-Berater Erich Joachimsthaler über Marketing in den Zeiten des Internet.
Anfang Februar, auf jeden Fall, hatte ich von diesem Ding namens Flip gehört. Dabei war mir auch das Video entgangen, dass der geschätzte Jeff Jarvis beim World Economic Forum in Davos mit "Bild"-Chef Kai Diekmann gedreht hatte:
Diekmanns Reaktion war anders, als meine. Ich habe die Flip als Billig-Teil abgetan und mich nicht weiter drum gekümmert. In dieser Woche aber fiel mir beim Betrachten der neuen Ausgabe von David Pogues "New York Times"-Techniktest die Kinnlade runter. Er vergleicht die Flip mit einer richtigen Videokamera - und die Flip schneidet besser ab.
Also kaufte ich für ein paar Euro ein Mini-Stativ und werde von nun an ein wenig mit dem Gerät herumspielen.

Auffällig ist die extrem einfache Bedienung, wie sie auch Pogue zeigt. Einschalten - auf den roten Knopf drücken - Film läuft. Die Software zum Überspielen ist auf der Kamera und ebenso leicht zu bedienen. Das Überspielen selbst geht im Handumdrehen: Die Kamera wird einfach an einen USB-Anschluss angesteckt. Der Haken: Da dies nicht über ein Kabel läuft, hängt die Flip am Computer. Deshalb wird ein USB-Port benötigt, neben dem Freiraum vorhanden ist - in der Praxis ein echtes Problem.

Die Qualität der Filme ist bemerkenswert - was aber auch einen Nachteil hat: Längere Filme werden verdammt groß. Die 14-minütige Aufzeichnung unserer aktuellen bel étage ist 225 Megabyte schwer - das lädt keiner der üblichen Dienste hoch.
Die Flip-Software bietet die Möglichkeit der Komprimierung, so dass der Film nun 85 MB groß ist. Dies geht leider vor allem auf Kosten der Lautstärke. Dies dann auf Sevenload überspielt sorgt für einen blechernen Klang. Und Youtube? Mag den Film noch immer nicht nehmen.
Doch vergessen wir nicht: Diese Kamera kostet in der Grundausstattung 60 Euro. Und für diesen Preis ist sie ein echter Schnapper. Was ihr fehlt? Der Zoom ist desaströs, die Videos werden im großen Format nur als Windows Media ausgegeben (komprimiert dann als Quicktime) und ein externer Mikrophonanschluss wäre auch wünschenswert.
Nun aber wieder zum Anfang. Hier also - mit leider schlechtem Sound - die ungeschnittene Aufzeichnung der aktuellen bel étage als Beweis, dass Podcasten auch mit ganz wenig Aufwand verbunden sein kann:
Link: sevenload.com
Vielleicht ist dieses kleine Teil ein großes Ding. Besser: wird mal ein großes Ding. Wie ich zu der Flip-Video-Kamera von Pure Digital gekommen bin, ist eine Geschichte, die mir selbst peinlich ist und die Sie in der neuen Ausgabe unseres Medien-Podcats bel étage hören können. Die gibt es hier oder bei Itunes oder bei Sevenload.
Wir reden außerdem über die Agof-Reichweitenzahlen und sprechen mit Marketing-Berater Erich Joachimsthaler über Marketing in den Zeiten des Internet.
Anfang Februar, auf jeden Fall, hatte ich von diesem Ding namens Flip gehört. Dabei war mir auch das Video entgangen, dass der geschätzte Jeff Jarvis beim World Economic Forum in Davos mit "Bild"-Chef Kai Diekmann gedreht hatte:
Diekmanns Reaktion war anders, als meine. Ich habe die Flip als Billig-Teil abgetan und mich nicht weiter drum gekümmert. In dieser Woche aber fiel mir beim Betrachten der neuen Ausgabe von David Pogues "New York Times"-Techniktest die Kinnlade runter. Er vergleicht die Flip mit einer richtigen Videokamera - und die Flip schneidet besser ab.
Also kaufte ich für ein paar Euro ein Mini-Stativ und werde von nun an ein wenig mit dem Gerät herumspielen.

Auffällig ist die extrem einfache Bedienung, wie sie auch Pogue zeigt. Einschalten - auf den roten Knopf drücken - Film läuft. Die Software zum Überspielen ist auf der Kamera und ebenso leicht zu bedienen. Das Überspielen selbst geht im Handumdrehen: Die Kamera wird einfach an einen USB-Anschluss angesteckt. Der Haken: Da dies nicht über ein Kabel läuft, hängt die Flip am Computer. Deshalb wird ein USB-Port benötigt, neben dem Freiraum vorhanden ist - in der Praxis ein echtes Problem.

Die Qualität der Filme ist bemerkenswert - was aber auch einen Nachteil hat: Längere Filme werden verdammt groß. Die 14-minütige Aufzeichnung unserer aktuellen bel étage ist 225 Megabyte schwer - das lädt keiner der üblichen Dienste hoch.
Die Flip-Software bietet die Möglichkeit der Komprimierung, so dass der Film nun 85 MB groß ist. Dies geht leider vor allem auf Kosten der Lautstärke. Dies dann auf Sevenload überspielt sorgt für einen blechernen Klang. Und Youtube? Mag den Film noch immer nicht nehmen.
Doch vergessen wir nicht: Diese Kamera kostet in der Grundausstattung 60 Euro. Und für diesen Preis ist sie ein echter Schnapper. Was ihr fehlt? Der Zoom ist desaströs, die Videos werden im großen Format nur als Windows Media ausgegeben (komprimiert dann als Quicktime) und ein externer Mikrophonanschluss wäre auch wünschenswert.
Nun aber wieder zum Anfang. Hier also - mit leider schlechtem Sound - die ungeschnittene Aufzeichnung der aktuellen bel étage als Beweis, dass Podcasten auch mit ganz wenig Aufwand verbunden sein kann:
Link: sevenload.com
Kommentare und Trackbacks
Mario kommentiert:
Da empfehle ich doch mal ganz schnell den Riva FLV Encoder http://rivavx.de/index.php?encoder&L=0
Der ist erstmal Freeware, codiert das ganze als recht kleines FLV (Was, wenn ich es bei sevenload richtig gelesen habe, dort auch gerne genommen wird), und solche Sachen wie Audio-Komprimierung lassen sich gut einstellen. HTH
Der ist erstmal Freeware, codiert das ganze als recht kleines FLV (Was, wenn ich es bei sevenload richtig gelesen habe, dort auch gerne genommen wird), und solche Sachen wie Audio-Komprimierung lassen sich gut einstellen. HTH
Mario | 28.03.2008 - 11:11
schnutinger kommentiert:
schnutinger | 28.03.2008 - 11:30
schnutinger kommentiert:
Also jetzt mal ehrlich, man muss diesen neuen technischen Firlefanz angesichts dessen einfach lieben - klasse!
schnutinger | 28.03.2008 - 11:31
stk kommentiert:
Wir hatten damals[tm] auch das Problem des schlechten Tons unserer kleinen wackligen Kamera - das sich ganz schnell beheben liess, indem wir anfangs ein Beta 58 an einem Minidiscrecorder und mittlerweile einen schicken Zoom H2 MP3-Rekorder mitlaufen liessen und die Tonspur hinterher mit dem Bild synchronisierten.
Und nachdem ihr doch sowieso schon hochwertig Ton aufzeichnet, ist das doch eine Sache weniger Sekunden, den tollen Ton mit dem bewegten Bild zu kombinieren ;)
Und nachdem ihr doch sowieso schon hochwertig Ton aufzeichnet, ist das doch eine Sache weniger Sekunden, den tollen Ton mit dem bewegten Bild zu kombinieren ;)
stk | 28.03.2008 - 11:44
sdf kommentiert:
für das usb-port-problem gibt es ja zum glück bei den üblichen verdächtigen kurze usb-kabel für 2 euro...
sdf | 28.03.2008 - 12:32
STU kommentiert:
Da Sie einige Websites im Ranking nicht kennen, muss natürlich das Ranking fehlerhaft sein. Wie war das mit der begrenzten Vorstellungskraft, Herr Knüwer?
STU | 29.03.2008 - 10:48
Thomas Knüwer kommentiert:
So ein Blödsinn. Was ich mich gefragt habe ist, ob die Platzierung in einer vernetzten Welt, in der sich Erfolge und Misserfolge so schnell rumsprechen, eine Seite so weit oben landen kann, von der drei recht kundige Personen noch nie gehört haben.
Thomas Knüwer | 29.03.2008 - 18:30
Erwin kommentiert:
Das Modell für ca. 60 EUR ist aber das alte, welches gerade eben kein Schraubgewinde für ein Stativ hat.
Erwin | 29.03.2008 - 22:33
ToWi kommentiert:
War das nicht so, das Youtube maximal 10min lange Videos erlaubt? Dafür dürfen die aber bis zu 1 GB groß sein. Das Problem war also nicht die Größe der Datei sondern die Länge. Und dafür kann weder der Dienst noch die Kamera etwas. :-)
ToWi | 30.03.2008 - 13:38
Matthias Kaiser kommentiert:
Nur eine kurze Frage: "die ungeschnittene Aufzeichnung der aktuellen bel étage als Beweis" steht im Text: Wie kommt es dann zu dieser extremen Asynchronizität von Bild und Ton im späteren Verlauf des Videos...?!
Matthias Kaiser | 31.03.2008 - 09:17
Thomas Knüwer kommentiert:
Thomas Knüwer | 31.03.2008 - 11:01
Jürgen Karla kommentiert:
Jürgen Karla | 01.04.2008 - 10:33
Trendscout kommentiert:
Hallo, Klasse Artikel, dachte ich eben noch. Und wollte mir den Podcast sofort zum Späterhören Runterladen -> gibt irgendwie Probleme :-( Weiter. Oh!
Der Link zu Sevenload passt vom Titel prima: "Die-sind-tot-sie-wissen-es-nur-noch-nicht" Echt gut gelacht eben!!
Schade, mal unter dem Favoriten speichern, evtl. komme ich später zu weiterlesen.
Jedoch hatte ich beim Handelsblatt mehr Professionalität erwartet!
Der Link zu Sevenload passt vom Titel prima: "Die-sind-tot-sie-wissen-es-nur-noch-nicht" Echt gut gelacht eben!!
Schade, mal unter dem Favoriten speichern, evtl. komme ich später zu weiterlesen.
Jedoch hatte ich beim Handelsblatt mehr Professionalität erwartet!
Trendscout | 10.06.2008 - 14:31
Thomas Knüwer kommentiert:
Also ich kann Ihre Probleme nur halb nachvollziehen. Das Herunterladen der Podcast-Datei funktioniert bei mir reibungslos. Was Sevenload betrifft: Mit dem Relaunch wurde leider die Audio-Podcast-Funktion eingestellt. Nachträglich aber alle Links rauszunehmen ist ein büschen viel Aufwand.
Thomas Knüwer | 10.06.2008 - 14:38
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